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Artikel (04.06.2005)

Der Saisonstart im Freibad ist gelungen

Seit der Eröffnung am 12. Mai erfrischten sich dort rund 12 000 Besucherinnen und Besucher

Von unserem Redaktionsmitglied Uwe Bauer Bestenheid. Einen insgesamt guten Start darf man dem Wertheimer Freibad "In den Christwiesen" gut drei Wochen nach dem Saisonauftakt am 12. Mai bescheinigen. Bisher kamen knapp 12.000 Badegäste nach Bestenheid, um dort entweder ihre Bahnen im Schwimmerbecken zu ziehen, sich vom Sprungturm aus ins Wasser zu stürzen oder die Annehmlichkeiten im Nichtschwimmer- beziehungsweise im Planschbecken zu genießen. Macht das Wetter weiter so mit wie bisher, strebt man bis zum Saisonende eine Besucherzahl um die 100 000 an. Im vorigen Jahr zählte man lediglich knapp 64 000 Badegäste und damit rund die Hälfte weniger als im Super-Sommer 2003, als sage und schreibe 122 000 Gäste ins Wertheimer Freibad kamen. Neu für die Nutzerinnen und Nutzer der seit Juli 2004 von der Bädergesellschaft Wertheim mbH betreuten Einrichtung, die heuer
auf ein 40-jähriges Bestehen zurückblicken kann (wir berichteten), ist der Spielplatz in der Nähe des Kinderplanschbeckens. Für diese neue Attraktion erhielten Schwimmmeister Ingo Ortel und seine Kollegin Birgit Arnold, Fachangestellte für Bäderbetriebe, bereits viel Lob von den Eltern. Neu ist auch die große Uhr in der Anlage des Freibades. Auf Vordermann gebracht wurden darüber hinaus bis zum Saisonstart die Sitzgelegenheiten am Schachbrett und am Sprungturm.

"Das sind die Dinge, die offensichtlich sind", so Ingo Ortel, der seit September 2001 als Schwimmmeister für den Betrieb im Freibad, aber auch für den im Hallenbad am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zuständig ist. "Was für die Gäste unsichtbar bleibt, ist die neue Chloranlage, die auf den aktuellen Sicherheitsstandard gebracht worden ist."

Zum gewohnten Standard im Wertheimer Freibad zählen Dinge wie die kostenlosen Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Freibades sowie in der Anlage die großflächige Liegewiese, auf der es auch genügend schattige Plätzchen gibt, und die Wasserattraktionen wie die 80 Meter lange Großrutsche, die Nackenduschen, Sprudelliegen, Massagedüsen und der Wasserpilz. Wer sich außerhalb des Wassers sportlich betätigen möchte, kann dies an den beiden Tischtennis-Platten und auf den Beachvolleyballfeldern tun.

Zufrieden zeigt sich der 41-jährige Schwimmmeister bisher mit den Besucherzahlen. An einem Wochenende wie zuletzt besuchen samstags wie sonntags zwischen 2000 und 3000 Freibad-Freunde die Anlage in den Christwiesen. Den bisherigen Spitzenwert registrierten Ortel und seine Kollegin am vorigen Sonntag, als 2800 Besucherinnen und Besucher gezählt worden sind. Bei rund 30 Grad Celsius im Schatten bot das Bad allen willkommene Abkühlung. Doch auch bei schlechter Witterung steht einem Besuch des Freibades eigentlich nichts im Wege, denn nass wird man im Schwimmbad so oder so. Vorteil der Wertheimer Einrichtung ist allerdings, dass die Schwimmbecken beheizt sind, so dass je nach Wetterlage eine Wassertemperatur zwischen 23 und 28 Grad Celsius erreicht wird. Und wem das Wasser im Becken doch zu kühl war, kann sich für 50 Cent eine heiße Dusche leisten.

Etwas in die Kritik geraten sind die veränderten Öffnungszeiten. Denn zur neuen Saison öffnet das Bad erst um 9.30 Uhr seine Pforten, sehr zum Verdruss der Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher, die bisher gerne gleich morgens ihre Bahnen geschwommen sind, wohl auch, weil es zwischen 8.30 und 9.30 Uhr noch nicht ganz so heiß ist. Auch sonntags konnte man bisher einen Kurzbesuch im Schwimmbad noch mit dem anschließenden Gang zur Kirche verbinden. Das ist, bedingt durch die neuen Öffnungszeiten, nun auch nicht mehr möglich. "Auch wir sind gehalten zu sparen und mussten nach den bekannten Entscheidungen des Gemeinderates gewisse Standards auf Normalmaß zurückfahren", bat Wilfried Mayer, zusammen mit Reinhold Adelmann Geschäftsführer der Bädergesellschaft Wertheim mbH, um Verständnis für die veränderten Öffnungszeiten. Die bringen dem Schwimmbad-Personal nun mehr Zeit, sich um Arbeiten wie Reinigung und Pflege zu kümmern.

Als willkommene Abwechslung im Badebetrieb darf die "Wasser-Fun-Gymnastik" bezeichnet werden, die der Schwimmmeister allerdings "nur an heißen Tagen" anbietet. Vorigen Sonntag war so ein Tag. Rund 200 junge und ältere Badegäste versammelten sich da pünktlich - kurz vor 15 Uhr - im Nichtschwimmerbecken und warteten, bis Ingo Ortel seine Musikanlage aufgedreht hatte und vom Beckenrand aus per Mikrofon die Übungen ansagte. Rund eine halbe Stunde beschäftigt Ortel seine Badegäste auf diese Weise und bringt dabei ordentlich Bewegung ins Wasser. "Die Wasser-Fun-Gymnastik wird sehr gut frequentiert", freute sich der Schwimmmeister im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten über die gute Resonanz.

In dem Zusammenhang informierte Ingo Ortel auch darüber, dass er schon von mehreren Vereinen angesprochen wurde, ob er auch auf Bestellung diese Gymnastik anbietet. "Das lässt sich immer einrichten, allerdings sollte die Teilnehmerzahl bei etwa 25 Leuten liegen", sagte der Schwimmmeister. An Kosten kommt auf die daran Interessierten lediglich der normale Eintrittspreis fürs Freibad zu. Anmeldungen zu einer solchen Gruppen-Gymnastik nimmt Ingo Ortel telefonisch entgegen (0 93 42 / 52 00) oder per Email (i.ortel@badebetrieb.de). Demnächst will Ortel auch die Homepage auf den aktuellen Stand bringen, die im Internet unter der Adresse www.schwimmbad-wertheim.de eingerichtet ist.

Damit der Badebetrieb reibungslos funktionieren kann, stehen dem Schwimmmeister und seiner Kollegin an jedem Wochenende wie gewohnt zwischen acht und zehn Helferinnen und Helfer des DLRG Ortsvereins Wertheim tatkräftig zur Seite, die vor allem zur Beckenaufsicht eingesetzt werden.

Der größte Wunsch des Personals ist übrigens, dass die Gäste den Liegeplatz sauber verlassen, also ihren Müll nicht einfach liegen lassen. Glasflaschen sollten erst gar nicht mit ins Schwimmbad gebracht werden. Weitere Anliegen sind, nicht über die Pflanzbeete, sondern durch die Duschbecken zu den Schwimmbecken zu laufen, an den Rutschbahnen Abstand zu halten, vom Sprungturm geradeaus ins Wasser und am Schwimmerbecken nicht von der Seite aus ins Wasser zu springen. Diese Appelle, so Ingo Ortel, sollen allgemein dazu führen, dass die Besucherinnen und Besucher des Freibades stets Rücksicht auf die anderen Badegäste nehmen.

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© Fränkische Nachrichten - 04.06.2005