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Artikel (30.12.2007)

Drei Varianten wurden untersucht Bäderkonzeption im Aufsichtsrat

„Entwicklung einer Bäderkonzeption für die Stadt Wertheim“ war eine Machbarkeitsstudie überschrieben, die der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft Wertheim in seiner jüngsten Sitzung beriet. Bereits vor 15 Jahren hatte es eine Planstudie zur Entwicklung der Bäderlandschaft in Wertheim gegeben. Nun war ein unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben worden, um vor dem Hintergrund der mittel- und langfristig nötigen Investitionen in das bestehende Hallen- und Freibad Aufschluss über Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten. Ergebnis der Beratung war die Zielsetzung, das Hallenbad am Gymnasium sowie das Freibad in Bestenheid weiter zu pflegen, die nötigen Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen, und so ihren Erhalt langfristig zu sichern.

Das Ing.-Büro Klotz und Partner GmbH aus Stuttgart stellte dem Aufsichtsrat unter Vorsitz von Bürgermeister Wolfgang Stein eine umfassende Machbarkeitsstudie mit drei Varianten am Standort Christwiesen in Bestenheid vor. Bei der ersten Variante handelt es sich um ein Freizeitbad mit Sauna-Landschaft bei Investitionskosten von 12 Mio. Euro. Variante zwei, eine Sauna-Wellness-Anlage mit Schulbad, kostet 9 Mio. Euro. Variante drei beschrieb eine reine Sauna-Wellness-Anlage mit Investitionskosten von 3,5 Mio. Euro. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigten, dass die Varianten 1 und 2 die derzeitigen Verluste der Bädergesellschaft deutlich erhöhen würden, während die Sauna-Wellness-Anlage unter optimalen Voraussetzungen gewinnbringend arbeitet.

Natürlich sei es wünschenswert, den Standort Wertheim auch touristisch durch eine solche Einrichtung weiter aufzuwerten. Die Investitions- und Unterhaltungskosten seien aber zu hoch und können von der Bäder GmbH im Holding-Verbund nicht geschultert werden, waren sich alle einig. Bürgermeister Wolfgang Stein und der Aufsichtsrat zeigten sich für eine solche Maßnahme aufgeschlossen, wenn sie von einem privaten Investor geschultert wird. So eine Sauna-Wellness-Anlage sei nicht an einen bestimmten Standort gebunden, machte Ingenieur Klotz deutlich, alle Einfluss nehmenden Faktoren müssten bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Der Jahresabschluss 2006 spiegelt ein Extremjahr wider. Der außergewöhnliche Sommer bescherte dem Freibad eine Steigerung der Besucherzahlen um 47 Prozent auf 112.845 Besucher. Im Jahr der Fußball-WM trugen auch die holländischen Camper zur Steigerungsrate bei. Der Umsatzerlös aus dem Hallen- und Freibad beträgt 161.000 Euro. Ins Freibad wurden rund 35.000 Euro investiert: neue Fußballtore, die Erweiterung der Liegeflächen und ein neuer Bolzplatz tragen zur Attraktivitätssteigerung bei. Der Jahresbericht wurde von der Wikom Wirtschaftsberatungsgesellschaft, Stuttgart geprüft und erhielt den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk, die Gesellschaft wurde auch
für die Prüfung des Jahresberichts 2007 verpflichtet.

Den Jahresabschluss 2006 hat der Aufsichtsrat an die Gesellschafterversammlung empfohlen und die Geschäftsführung im gleichen Zuge entlastet. Der Verlust in Höhe von 574.829 Euro wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages von der Städtischen Holding Wertheim GmbH übernommen.

Im laufenden Geschäftsjahr ist mit einem niedrigeren Umsatz zu rechnen. Das schlechte Wetter hat die Besucherzahlen des Freibades stark beeinflusst, 58.398 Besucher wurden gezählt. Einen Aufwärtstrend verzeichnet das Hallenbad, bereits im November erreichte es die Besucherzahl des Vorjahres. Gründe sind die steigende Belegung der Schwimm- und Bewegungskurse und auf eine stärkere Inanspruchnahme durch die Schulen. Die größte Investition 2007 war die Erneuerung des Hubbodens mit zirka 20.000 Euro.

Der Aufsichtsrat zollte Lob und Anerkennung für die Arbeit der Geschäftsführung. Bürgermeister Wolfgang Stein dankte den Geschäftsführern Wilfried Mayer und Wolfgang Adelmann wie auch dem Bäderpersonal für ihre Arbeit. Die Sparmaßnahmen hätten die gewünschte Wirkung gezeigt, man sei auf dem richtigen Weg, so Stein.

Den Wirtschaftsplan für 2008 beschloss der Aufsichtsrat einstimmig. Die prognostizierten Zahlen gehen im Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2006 von einem etwas höheren Verlust für das neue Geschäftsjahr aus. Aufgrund vorsichtiger Kalkulation bei den Umsatzzahlen liegt der erwartete Verlust bei etwa 630.000 Euro. Der Sparkurs bei Materialaufwand und Personalkosten konsequent fortgesetzt.

Eine wesentliche Veränderung in der Freibadsaison 2008 gibt des im Freibad-Kiosk. Das Ehepaar Schuon hat seine Tätigkeit nach 25 Jahren mit Ablauf der Saison 2007 beendet. Der Aufsichtsratsvorsitzende bedankte sich beim Ehepaar Schuon für den geleisteten Einsatz und das Engagement. Man habe sich immer gut aufgehoben gefühlt, so der Bürgermeister, egal ob den Gast im Freibad der Hunger, der Durst oder beides geplagt habe. Um die Nachfolge hatten sich fünf Interessenten beworben. Das überzeugendste Bewirtschaftungskonzept legte dabei Martina Ortel vor. Der Aufsichtsrat stimmte der Verpachtung an Frau Ortel zu.

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