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Artikel (25.06.2007)

470 Schwimm-Kilometer in einer Nacht

DLRG Wertheim freut sich über 214 Teilnehmer am »12-Stunden-Schwimmen« – Begehrter »Spukstunden-Pokal«

Wertheim. Der Spaß stand im Vordergrund des »12-Stunden-Schwimmens« der DLRG im Freibad in den Christwiesen. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen zeigten sich die Wertheimer von ihrer sportlichen Seite und sorgten dafür, dass diese außergewöhnliche Schwimmsportveranstaltung bei allen Altersgruppen gut angekommen ist. »Ich gewöhn mich schon mal an die Kälte«, meinte ein Jugendlicher kurz vor dem Start am Samstagabend um 20 Uhr.

Bei Außentemperaturen um 17 Grad und einer Wassertemperatur von 24 Grad konnte man nicht von einer lauen Sommernacht im Freibad sprechen. So war es für so manchen sehr überraschend, dass in der ersten halbe Stunde sogar am Eingang eine Schlange entstand. Zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer tummelten sich kurz nach dem Start im 50 Meter Becken.Andreas Hofmann freute sich bei seine Begrüßung, dass wieder einige Prominente bei der fünften Auflage des »12-Stunden-Schwimmens« an den Start gingen. »

Nicht die Schnelligkeit, sondern mehr die Geselligkeit soll hier als Motto stehen«, meinte er. »Wir wollen die Freude am Schwimm-sport wecken und auch die Attraktivität des Freibades veranschaulichen«. Die schlechte Wetterlage sorgte im Vorfeld bei Andreas Hofmann und seinem Team zwar für Sorgenfalten, denn bei einem Gewitter hätte das Schwimmen unterbrochen werden müssen.


Der Wettergott hatte jedoch ein Einsehen, denn es regnete keinen Tropfen. Pünktlich um 20 Uhr hieß es für Stadtrat Dr. Bernd Kober, Michael Bannwarth, Dr. Holger Zippe, Pfarrer Hans-Günter Hartwig, Heidi Dobslaff, Axel Wältz und
als Vertreter der DLRG Ehrenmitglied Gerhard Hofmann an die Startplätze und hinein ins Vergnügen. Eine beachtliche Leistung zeigte Pfarrer Hans-Günter Hartwig, denn er schwamm 10000 Meter im Becken. Bernd Kober hatte die 1000 Meter bereits nach 18 Minuten geschwommen.

20700 Meter am Stück

Eine Woche vor dem »Ironman« in Frankfurt machte Schwimmmeister Ingo Ortel Allen deutlich, dass auch er ein »Eisenmann« ist. Ganz ruhig zog er seine Bahnen im kühlen Nass. Er hatte sich vorgenommen die zwölf Stunden durchzuschwimmen. Ausgerüstet mit einem wasserdichten MP3-Player verging Stunde um Stunde und am Sonntagmorgen stieg er um 8 Uhr nach 20700 Metern erschöpft, aber glücklich aus dem Wasser.

Damit stellte er den aktuellesten Streckenrekord auf. Den alten Streckenrekord hatte Robert Kuhn mit 15000 Metern in der Nacht von Samstag auf Sonntag zuvor eingestellt. Beste Schwimmerin war Heike Thoma mit 14000 Metern. Die 214 Teilnehmer schafften 470 Schwimmkilometer in den zwölf Stunden.

Da gab es für die rund 60 Helfer und Bahnzähler alle Hände voll zu tun. Notierten sie doch in mehreren Arbeitsschichten Runde um Runde, denn bereits ab 100 Meter gab es für die Teilnehmer Urkunden und ab 1000 Meter eine Erinnerungstasse. Objekt der Begierde waren aber vor allem die 32 Pokale und die Sonderwertungen »Eine Stunde«. Erhöhten Zuspruch gab es im Becken vor allem beim »Spuksstunden-Pokal«, um den es in der Stunde nach Mitternacht ging. Von den Gästen gab es ein einhelliges Lob für den Veranstalter.

Neben einer professionellen Organisation, konnte sich auch das Rahmenprogramm sehen lassen. Bei Live-Musik am DLRG Vereinsheim mit der Wertheimer Band »Summer Jam« konnte man sich nach dem Schwimmen an der Cocktailbar einen Drink gönnen oder der leckeren Reispfanne zusprechen.

Gegen Mitternacht zeigte die Jongliergruppe des Dietrich-Bonhoeffer Gymnasiums mit einer Feuerjonglage ihr Können. Für das Sportabzeichen wurden die geleistete Schwimmstrecke von der DLRG ebenfalls abgenommen.

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